Stromfressende Elektrogeräte hat wohl jeder in seinem Haushalt. Ob Fernseher, Computer, Waschmaschine oder Elektrogrill. Wie bekomme ich aber heraus welche meiner Elektrogeräte besonders viel Strom verbrauchen? Mit einem Strommessgerät spüren Sie diese Stromfresser auf. Einfach das Strommessgerät zwischen Verbraucher und Netzanschluss schalten und schon werden einem die Verbrauchswerte angezeigt. Doch welche Strommesser taugen etwas und welche nicht? Die Stiftung Warentest hats getestet. Im Test waren 7 Strommesser, mit einer Preisspanne von 8 - 50 Euro. Von den sieben Strommessgeräten erhielt gerade man ein Einziges das Testurteil “gut”! Für 2 Euro kann der Test im Internet bestellt werden.
Netzteile für Handys und MP3-Player sind wahre Stromfresser. Selbst, wenn sie nur in der Steckdose stecken und nichts tun, verbrauchen sie eine Menge Strom. Den Test kann jeder schnell machen: Einfach das Netzteil in die Steckdose stecken und abwarten. Bereits nach kurzer Zeit erwärmt sich das Netzteil, auch wenn es nichts lädt. Die Wärme ist das Ergebnis sinnlos verschwendeter Energie. Millionen dieser Stromfresser gibt es auf der Welt. Darum hat die EU ihnen den Kampf angesagt. Ab 2010 müssen Netzteile strenge Auflagen erfüllen. Nach Berechnungen der EU lässt sich so Energie einsparen, mit der man ein kleines Land ein ganzes Jahr lang mit Strom versorgen könnte. Die EU-Kommission rechnet mit etwa neun Terwattstunden, das entspricht der Energiemenge, die Litauen im Jahr verbraucht. Auch der Ausstoß an Treibhausgasen könne so um mehr als drei Millionen Tonnen europaweit zurückgehen.
Mit den strengeren Verordungen sollen bis zum Jahr 2020 die Energieverluste um bis zu ein Drittel verringert werden. Sie sollen unmittelbar für alle EU-Mitglieder gelten, so dass eine umständliche Umwandlung in nationales Recht nicht mehr notwendig sei, so ein Sprecher der zuständigen EU-Kommission.
Eine Preiserhöhung sei nicht vorgesehen, ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens der neuen Gesetze im Frühsommer 2010 werden Altgeräte einfach nicht mehr in die Geschäfte geliefert. Begonnen soll mit den ineffizientesten Netzteilen, bereits vorhandene könnten jedoch weiter verwendet werden.
Wer heute schon Strom sparen möchte, kann dies auch ohne EU-Verordnungen. Mit einem Strommesser lässt sich sehr einfach feststellen, welche Geräte im Haushalt Stromfresser sind und welche eher sparsam sind.