In Groß Pankow, einer kleinen Gemeinde in der Prignitz in Brandenburg, wird es demnächst nachts auf den Straßen wohl dunkel bleiben. Zwischen 23 und 5 Uhr werden die Straßenlaternen nur noch auf Nachfrage per Handy eingeschaltet. Dafür bekommen die Anwohner eine festgelegte Nummer, die anrufen müssen, um die Laternen in einem Ortsteil für eine bestimmte Zeit zum Leuchten zu bringen.
Die Brandenburger sind nicht die Einzigen, die dieses Verfahren testen. Immer mehr Kommunen hoffen auf diese Weise Energiekosten sparen zu können. Mit einer meist kostenlosen Registrierung der Bürger kann durch Rückverfolgung der Anrufe Missbrauch verhindert werden. In den meisten Testgemeinden ist dieser Service für die Anwohner gratis, manche bitten aber auch zur Kasse und lassen sich entweder gleich den verbrauchten Strom, mindestens aber die SMS zur Anschaltung bezahlen.
Mit einer Einsparmöglichkeit von bis zu 18.750 Euro pro Jahr steht das Projekt in Groß Pankow den Installationskosten der neuen Technik in Höhe von 600 bis 700 Euro pro Ortsteil gegenüber. Diesen Donnerstag soll über die Installation entschieden werden.