Ökostrom hat nicht nur Freunde. Vor allem die hohen Subventionen sind Haushaltspolitikern und Verbrauchern ein Dorn im Auge. Was Strom in zehn Jahren kosten wird, haben das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) berechnet.
Seit Jahren erfahren die Erneuerbaren Energien einen ungeahnten Boom. Ob Windkraft, Solarenergie, Photovoltaik oder Wasserkraft - immer mehr Stromverbraucher entscheiden sich für umweltschonende Energie. Inzwischen ist daraus eine wichtige Branche mit etwa 300.000 Arbeitsplätzen entstanden.
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Rund fünf Prozent der Haushalte in Deutschland beziehen inzwischen den so genannten Ökostrom. Da es immer mehr Anbieter für ökologisch korrekten Strom gibt, sinken die Preise auch auf diesem Sektor und machen Ökostrom zu einer interessanten Alternative zu herkömmlichem Strom. Mit der Nachfrage steigt jedoch auch das Sicherheitsbedürfnis. Immer mehr Menschen wünschen sich eine Garantie dafür, dass der Ökostrom auch wirklich Öko ist.
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Stromblogger.com publiziert an dieser Stelle den Erfahrungsbericht eines befreundeten Redakteurs, der sich vor einiger Zeit mit dem Thema Strom wechseln in Berlin auseinandergesetzt hat und danach -in einer Art Selbstversuch- seinen Stromanbieter in Berlin gewechselt hat. Bis auf seinen Namen, den wir hier geändert haben, ist sein Bericht nicht verändert worden: Strom wechseln in Berlin - Ein Erfahrungsbericht:
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Vattenfall beliefert Berliner Einrichtungen ab 2010 mit regenerativem Strom
Die Stadt Berlin geht in Sachen Ökostrom mit gutem Beispiel voran. Alle Liegenschaften des Landes Berlin werden ab 2010 mit regenerativem Strom beliefert. Die Energie kommt wie auch in den vergangenen Jahren von Vattenfall.
Berlin – Der Stromkonzern Vattenfall, einer der vier großen Stromlieferanten in Deutschland, wird ab dem 01.01.2010 alle Einrichtungen der Stadt Berlin mit regenerativem Strom versorgen. Der Energieversorger erhielt den Zuschlag in einer europaweiten Ausschreibung zur Stromversorgung für die Zeit von 2010 bis 2012. Bereits seit 2006 beliefert Vattenfall die Landesliegenschaften bis zu diesem Jahr, darunter die Charité, die Technische Universität sowie die Freie Universität.
Im Vertrag festgelegt ist, dass Vattenfall rund 900 Gigawattstunden pro Jahr liefert. Die Energie stammt zu 100 Prozent aus regenerativen Quellen. So werden die Liegenschaften der Stadt Berlin mit CO2-neutralem Strom versorgt, der aus Anlagen für Erneuerbare Energien kommt, die mit Wasserkraft betrieben werden.
Werner Süss, Sprecher von Vattenfall, erklärte, dass der Konzern sich freue, zusammen mit dem Land Berlin diesen großen Schritt zu einer klimafreundlichen Stromversorgung des Landes zu gehen. Das Land lebe mit dieser ökologisch anspruchsvollen Ausschreibung Klimaschutz vor.
Nach Aussagen der Umweltorganisation Greenpeace sind viele Angebote zu Ökostrom Mogelpackungen. Ein großer Teil dieser Angebote würde das Prädikat nicht verdienen, teilte die Organisation am Montag in Hamburg mit. Der Energiewissenschaftler Uwe Leprich von der Hochschule Saarbrücken habe im Auftrag von Greenpeace hierzu eine Studie erstellt und sei zu diesem Ergebnis gekommen.
Danach basieren viele Ökostrom-Geschäftsmodelle nur auf dem Handel mit Herkunftsnachweisen. Hierbei kaufen Stromanbieter beispielsweise billige Zertifikate für Ökostrom aus Wasserkraft in Skandinavien, jedoch den Strom selber kauft er nicht. Der konventionelle Strom wird dann mit diesen Zertifikaten in Deutschland zu Ökostrom umdeklariert. Ein weiteres Ergebnis der Studie sei daher die Forderung nach einem einheitlichen Label für Ökostrom-Produkte. Die zahlreichen nebeneinander existierenden Zertifikate, die es zurzeit auf dem Markt gibt, sei zu verwirrend für den Verbraucher.
Vorausgesetzt, dass die Ergebnisse dieser Studie der Wahrheit entsprechen, könnte man sich in Zukunft den finanziell intensiveren Ökostrom sparen und wieder zum konventionellen Atomstrom wechseln. Insofern ist es tatsächlich an der Zeit, dass hier klare Regelungen gefunden werden und ein einheitliches Zertifikat eingeführt wird.
Die Deutsche Bundesregierung beschließt nicht nur Klimamaßnahmen, sie setzt sie auch selbst ein. Zumindest ist das der Plan der Fraktion des Bündnis 90/Die Grünen. So sollen zukünftig sämtliche Ministerien, der Reichstag und das Bundeskanzleramt mit Ökostrom versorgt werden. Außerdem soll geprüft werden, in welchen Gebäuden eine Versorgung mit Biogas möglich ist. Eventuelle Biogasanbieter sollen per Ausschreibung gesucht werden.
Bündnis 90/Die Grünen erklären diese Maßnahmen mit der “wichtigen Vorbildfunktion” gegenüber der Bevölkerung. Im Bundestag, dem Bundesumweltministerium und dessen nachgeordneten Behörden wird bereits jetzt Ökostrom eingesetzt.
Weiterhin fordert die selbe Fraktion, dass gesetzliche Rahmenbedingungen für die Rücknahme von Energiesparlampen geschaffen werden. Nach Aussagen der Deutschen Umwelthilfe werden derzeit nur zehn Prozent der benutzten Glühbirnen in den vorgesehenen Sammelstellen abgegeben. Bereits seit 2006 dürfen Energiesparlampen jedoch nicht mehr im Hausmüll entsorgt werden. Da die Lampen aber viel kleiner als ein Fernseher seien, sei die Motivation der Verbaucher zur Rückgabe sehr gering.
Wie das Regierungspräsidium mitteilen ließ, wurde beim Bau auch an den Gewässerschutz im Main gedacht. Darum wird ein kleiner Bachlauf am Kraftwerk vorbei gelegt werden. Hier können dann die Fische - zumeist Lachse und Aale - den Fluss hinauf schwimmen. Das Werk selbst beitet ebenfalls Durchlässe für die Fische, um sie so vor den Turbinen zu schützen, sagt Thomas Zimmermann vom Regierungspräsidium.
“Besonders umweltfreundlich” - Dieses Prädikat gab auch Kurt Schefczik vom Regierungspräsidium dem Bau des Kraftwerks bei Hochheim und Kostheim. Durch die bereits vorhandene Staustufe sei der Fluss schon gestaut gewesen und so kein komplett neuer Eingriff in den Fluss nötig gewesen. Zurzeit werden landesweit etwa 600 - meist kleinere - Wasserkraftwerke betrieben. 19 Großanlagen erbringen mehr als 86 Prozent der Leistung. Die neue Anlage in Hessen wird laut Zimmermann zu den zehn Größten gehören.
Am Dienstag, den 17. März lädt das regierungspräsidium zum Besuch der Großbaustelle ein. Der Treffpunkt ist um 14 Uhr an der Staustufe. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird um Anmeldung unter 06151-125659 gebeten.