Mecklenburg/Vorpommern: Ab 2050 keine fossilen Brennstoffe mehr
Die SPD in Mecklenburg-Vorpommern hat im Streit um das Energiekonzept beim Koalitionspartner CDU eine Niederlage einstecken müssen. Denn der Kompromiss für das Energiekonzept des Bundeslandes lautet: Erneuerbare Energien ja, Absage an die Kernkraft nein.
Am Dienstag einigten sich die Regierungsparteien nach monatelangem Ringkampf auf ein langfristiges Energiekonzept für MV. Als erstes deutsches Bundesland wird MV festschreiben, ab dem Jahr 2050 keine fossilen Brennstoffe mehr zur Stromerzeugung zu nutzen, ließ SPD-Umweltexperte Gottfried Timm verlautbaren. Damit ist eine Laufzeit des Kohlekraftwerkes in Lubmin von 30 bis 40 Jahren gesichert, wenn die Baugenehmigung jetzt erteilt würde. Dieses Bauvorhaben bringt, ähnlich wie das des Kohlekraftwerkes in Warnemünde, Bürgerinitiativen auf die Barrikaden. Zudem sitzt die für Lubmin verantwortliche Landrätin im Aufsichtsrat der Energiewerke Nord, die wiederum für den Bau verantwortlich sind.
Die CDU bewertet den Beschluss der SPD als das Ende der Verweigerungshaltung der SPD zum von Wirtschaftsminister Jürgen Seidel (CDU) vorgelegten Projekt “Energieland 2020″ Energieexperte Matthias Lietz kritisierte, dass die angemerkten Punkte bereits vor 14 Tagen endgültig hätten in der Konzeption verankert sein können. Die SPD bemängelte hingegen die Weigerung der CDU, die klare Absage an den Neubau von Atomkraftwerken in MV im Energiekonzept zu fixieren. Gottfried Timm sagte hierzu, dass für den Fall, dass Union und FDP doch eine Mehrheit für die Rückgängigmachung des Atomausstiegs erreichen sollten, man sicher nach Standorten suchen würde. Daher bestehe die SPD auf dieser Absage.
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