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EnBW erhöht Strompeis ab Juli

posted by juliane @ 10:11
9. Mai 2009

Der Energiekonzern EnBW wird ab dem 1. Juli seine Strompreise kräftig erhöhen. Um durchschnittlich 7,5 Prozent sollen die Preise steigen.

Grund für diese Maßnahme ist nach Konzernangaben der Anstieg der Beschaffungskosten für Strom. Diese seien in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen und der zu hohen Preisen eingekaufte Strom werde nun ausgeliefert. Die Mehrkosten werden an die Verbraucher weitergegeben. Im Gegensatz zu anderen Anbietern tue man dies allerdings mit deutlichem zeitlichem Abstand, betonte ein Sprecher des Konzerns.

In der Grundversorgung sollen die Preise zum 1. Juli diesen Jahres zwar um 7,5 Prozent steigen, die Grundgebühren blieben jedoch unberührt. Der Verbrauchspreis pro Kilowattstunde wird von 20,53 Cent auf 22,31 Cent erhöht. Für einen Haushalt mit zwei bis drei Personen und einem durchschnittlichen Verbrauch von etwa 2900 Kilowattstunden bedeute dies eine Mehrbelastung von ungefähr 52 Euro im Jahr.

Spannend bleibt nun, ob auch die anderen großen Anbieter nachziehen und ihre Preise zur Jahresmitte deutlich erhöhen. Auf den Strommärkten sind die Einkaufspreise für Strom im vergangenen halben Jahr im Übrigen um etwa die Hälfte gefallen.

Was also tun?

Ganz einfach: Den Anbieter wechseln! Gleich hier, gleich jetzt!


Beim Strom sind alle gleich – und einige sind gleicher

posted by juliane @ 13:25
21. April 2009

Es ist nicht wirklich zu verstehen, aber es ist Fakt: In diesem Monat bezahlten die privaten deutschen Haushalte rund sieben Prozent mehr für ihren Strom als im vergangenen Jahr. Die Industrie hingegen, die ihrerseits Preiserhöhungen gern mit gestiegenen Energiekosten begründet, erhält derzeit Rabatte in Höhe von 26 Prozent. Die Lieferanten erklären dies mit langfristigeren Lieferverträgen und das Bundeskartellamt hat mit den Ermittlungen begonnen.

Berlin - Die Stromkonzerne haben bis zum laufenden Monat die Strompreise für private Abnehmer um sieben Prozent erhöht. Im Vergleich zum Vorjahr zahlt ein Haushalt mit drei Personen heute durchschnittlich 67,70 Euro jährlich mehr, das sind im Monat rund 4,55 Euro. So berichtete die Nachrichtenagentur AP und beruft sich auf bisher unveröffentlichte Unterlagen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Dem gegenüber steht eine allgemeine Teuerungsrate von nur 0,5 Prozent und die immer noch sinkenden Öl- und Gaspreise. Damit befindet sich der Strompreis im Jahr 2009 auf dem höchsten Stand seit der Freigabe am Ende der Neunziger. Zum Vergleich: Im Milleniumsjahr 2000 musste eine dreiköpfige Familie für einen Jahresverbrauch von 3500 Kilowattstunden 40,66 Euro berappen. Bis heute entspricht dies einem Preisanstieg von mehr als 55 Prozent.

Erklärungsversuche des BDEW

Am Montag erst hatte der BDEW auf der Hannover-Messe mitgeteilt, dass für Industriekunden bei Neuverträgen rund 26 Prozent weniger Geld fällig wird als das noch im Oktober vergangenen Jahres der Fall war. Hildegard Müller, die Chefin des BDEW, erklärte diesen Widerspruch zum Preisanstieg bei Privathaushalten damit, dass die Versorger an der Leipziger Strombörse den Strom für die Haushalte ein bis zwei Jahre im Voraus kaufen. Und dort hätten sie sich eingedeckt, als die Preise noch hoch waren. Langfristig, so Müller, würden auch für Privatkunden die Preise sinken – vorausgesetzt, dass der Strompreis so niedrig bleibe. Industriekunden hingegen würden jetzt nur bei Neuabschlüssen von Lieferverträgen weniger bezahlen.

Bereits seit vergangener Woche geht das Bundeskartellamt dem Verdacht nach, dass die großen Energiekonzerne durch absichtliche Verknappung der Strommengen die Preise an der Leipziger Strombörse künstlich in die Höhe getrieben haben sollen. Bis zum 6. Mai müssen die 60 größten Unternehmen nun Auskunft über die Kosten ihrer Stromproduktion, die Einsatzplanung ihrer Kraftwerke sowie ihr Angebotsverhalten auf den Großhandelsmärkten in den Jahren 2007 und 2008 geben.

Anbieterwechsel spart bares Geld

Knapp 80 Prozent des deutschen Strommarktes liegen in der Hand von vier Konzernen: RWE, E.on, Vattenfall und EnBW. Verbraucherschützer vermuten, dass in dieser Monopolstellung ein Hauptgrund für die hohen Strompreise in Deutschland liegt. Der BDEW hält dagegen, dass die staatlichen Abgaben auf die Energie über die Jahre massiv angestiegen und damit den Strompreis in die Höhe getrieben hätten. Seit 1998 stieg der Abgaben- und Steuerbetrag einer Durchschnittsfamilie von rund 12 Euro auf 26 Euro. So würden 40 Prozent der Stromrechnung einer Familie an den Staat fließen, erklärte der BDEW.

Mit einem Wechsel zu einem anderen Anbieter kann ein Durchschnittshaushalt bis zu 300 Euro jährliche sparen. Daher fordert die Bundesnetzagentur die deutschen Kunden immer wieder auf, die Alternativen zu prüfen. Noch verhallt dieser Aufruf weitgehend ungehört: Im Jahr 2007 haben nur 4,23 Prozent der Kunden ihren Anbieter gewechselt. Die hohen Strompreise haben aber auch ein gutes: Bis Ende März diesen Jahres ist der Stromverbrauch bereits um vier Prozent zurückgegangen.


Wieder Strompreiserhöhungen ab April

posted by juliane @ 17:04
9. März 2009

Obwohl sich die Preise an der Leipziger Energiebörse seit Mitte vergangenen Jahres mehr als halbiert haben, erhöhen ab April noch einmal 42 Stromversorger ihre Preise. Sie begründen dies mit langfristigen Bezugsverträgen. RWE-Vorstandschef Jürgen Großmann hatte erst kürzlich erklärt, dass mit sinkenden Strompreisen frühestens 2010 zu rechnen sei, weil die RWE-Regionalgesellschaften ihren Strom lange im Voraus zu den damaligen höheren Preisen eingekauft hätten. Diese Preise würde man nun an den Kunden weiterreichen. RWE hebt bei seinen regionalen Versorgern die Preise um durchschnittlich sieben Prozent an. Schon im Februar hatten die E.ON-Regionalgesellschaften ihre Preise um rund neun Prozent erhöht. EnBW garantiert bis immerhin Juni seine Preise, Vattenfall sogar bis Jahresende. An der Leipziger Energiebörse (EEX) kostet eine Megawattstunde zur Lieferung 2010 etwa 40 Euro. Vergangenen Juli waren es noch mehr als 90 Euro.

Matthias von Maltzahn, Sprecher des vebraucherportals Get AG, führte hierzu gegenüber der Wirtschaftszeitung €uro am Sonntag aus, dass die Erhöhung  für den Durchschnittsverbrauch eines Vier-Personen-Haushaltes mit 4000 Kilowattstunden eine Mehrbelastung von 7,9 Prozent oder 68,70 Euro bedeute.  Allein die Lübecker Stadtwerke haben angekündigt, ihren Grundversorgungstarif zum April um knapp zwei Prozent zu senken. Laut von Maltzahn immerhin eine jährliche Entlastung von 19,20 Euro.

Um den für Sie günstigsten Tarif zu finden und den Preiserhöhern ein Schnippchen zu schlagen, vergleichen Sie hier und wechseln Sie Ihren Anbieter. Denn die Kunden, die trotz Preiserhöhungen bei ihrem Anbieter bleiben, schenken den Konzernen jährlich 800 Millionen Mehreinnahmen!


Im Berliner Stadtteil Lichtenberg wird es aller Voraussicht nach kein neues Kohlekraftwerk geben. Der Energiekonzern Vattenfall ist von seinen diesbezüglichen Plänen abgerückt, berichtet die “Berliner Morgenpost Online”. Das 800-Megawatt-Kraftwerk hätte mit polnischer Steinkohle befeuert werden sollenund war als Ersatz für das Kraftwerk Klingenberg gedacht. Damit beugt sich der schwedische Energieriese den Protesten aus Politik und Bevölkerung. Nun soll geprüft werden, ob stattdessen ein Gaskraftwerk sinnvoll ist.

Mit dem Aus für diese Pläne braucht Berlin nun aber ein neues Energiekonzept. Da man besonders hier Wert auf die Vorreiterrolle in Sachen Umweltschutz legt, müsste die Hauptstadt künftig auf Atomstrom und CO2-Schleudern verzichten. Das würde bedeuten, dass in zahlreichen Haushalten erst einmal die Voraussetzungen für moderne Heizanlagen geschaffen und Flächen für Solaranlagen angeboten werden müssten.

Während sich in Berlin die Gemüter noch erhitzen, hat der Vattenfall-Konkurrent EnBW einen neuen Markt entdeckt: die Türkei. Der konzern will hier in die erneuerbaren ENergien investieren und hat sich dafür mit der türkischen Borusan Holding zusammengeschlossen. Im ersten Schritt soll in den nächsten drei bis vier Jahren gemeinsam eine Milliarde Euro investiert werden, so Konzernchef Hans-Peter Villis. Die Gründung soll im April vollzogen werden. Experten prognostizieren für den türkischen Strommarkt Zuwachsraten von durchschnittlich acht Prozent.