Stromvergleich




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Nur Ökostrom:


Die Stadt Berlin geht in Sachen Ökostrom mit gutem Beispiel voran. Alle Liegenschaften des Landes Berlin werden ab 2010 mit regenerativem Strom beliefert. Die Energie kommt wie auch in den vergangenen Jahren von Vattenfall.

Berlin – Der Stromkonzern Vattenfall, einer der vier großen Stromlieferanten in Deutschland, wird ab dem 01.01.2010 alle Einrichtungen der Stadt Berlin mit regenerativem Strom versorgen. Der Energieversorger erhielt den Zuschlag in einer europaweiten Ausschreibung zur Stromversorgung für die Zeit von 2010 bis 2012. Bereits seit 2006 beliefert Vattenfall die Landesliegenschaften bis zu diesem Jahr, darunter die Charité, die Technische Universität sowie die Freie Universität.

Im Vertrag festgelegt ist, dass Vattenfall rund 900 Gigawattstunden pro Jahr liefert. Die Energie stammt zu 100 Prozent aus regenerativen Quellen. So werden die Liegenschaften der Stadt Berlin mit CO2-neutralem Strom versorgt, der aus Anlagen für Erneuerbare Energien kommt, die mit Wasserkraft betrieben werden.

Werner Süss, Sprecher von Vattenfall, erklärte, dass der Konzern sich freue, zusammen mit dem Land Berlin diesen großen Schritt zu einer klimafreundlichen Stromversorgung des Landes zu gehen. Das Land lebe mit dieser ökologisch anspruchsvollen Ausschreibung Klimaschutz vor.


Die drahtlose Tram: Ein Modell mit Zukunft?

posted by juliane @ 17:31
23. März 2009

WLAN für Straßenbahnen? In Bautzen kein Science Fiction, sondern Realität. Hier fahren die Straßenbahnen ohne Oberleitungen wie von Geisterhand auf einer Teststrecke. Zwar verfügt die Kleinstadt mit ihren rund 42.000 Einwohnern nicht über eine eigene Straßenbahn, doch in Bautzen könnte die Zukunft der Straßenbahn Wirklichkeit werden.

Der Straßenbahnhersteller Bombardier zeigt, wie eine “Wireless Tram”, also eine drahtlose Straßenbahn funktionieren könnte. Statt eines Schleifkontaktes an der Oberleitung sollen Straßenbahnen zukünftig dank Magnetfeldern in der Straße mit Strom versorgt werden. Das System ist bekannt und simpel: Ein von elektrischem Strom durchflossener Leiter erzeugt ein Magnetfeld. Dieses Prinzip wird in Millionen von elektrischen Geräten bereits genutzt. Und es lässt sich auch auf die Straße übertragen. Auf diese Weise könnten beispielsweise historische Innenstädte wie die von Dresden oder Berlin von Oberleitungen und Kabelgewirr befreit werden. Auch schwere Stürme könnten so dem Fahrplan der Tram nichts mehr anhaben.

Auf einer 850 Meter langen Teststrecke in Bautzen wurden solche Stromschleifen in den Gleisen verlegt. Das dort erzeugte Magnetfeld wird von einer unter dem Fahrzeug installierten Aufnahmespule in elektrischen Strom umgewandelt, der wiederum dann den Motor mit Energie versorgt. Für die Fahrgäste oder gar für Fußgänger sei keine Gefahr durch unbeabsichtigte Stromzufuhr zu befürchten. Mit Kontrollabschnitten im Pflaster wird dafür gesorgt, dass das Magnetfeld nur dann aktiv ist, wenn das System erkannt hat, dass die Tram darüber hinweg fährt. Die Teile des Netzes, die nicht befahren werden, bleiben stromlos.

Darüber hinaus könnte diese neue Technik noch erweitert und mit modernen Energiespeichersystemen kombiniert werden. Diese wurden von Siemens bereits versuchsweise an verscheidenen Stadtbahn- und Straßenbahnhaltestellen in Köln, Madrid und Dresden eingerichtet. Mit den “Supercaps” genannten Speichersystemen wird die in elektrischen Strom umgewandelte Bremsenergie herannahender Züge gespeichert und kann so in Spannungsspitzen wie etwa beim Beschleunigen wieder an das Fahrzeug abegegeben werden. Bombardier führt hierzu seit 2003 Versuche in Mannheim durch und spricht selbst von Energieeinsparungen von bis zu 30 Prozent.


Im Berliner Stadtteil Lichtenberg wird es aller Voraussicht nach kein neues Kohlekraftwerk geben. Der Energiekonzern Vattenfall ist von seinen diesbezüglichen Plänen abgerückt, berichtet die “Berliner Morgenpost Online”. Das 800-Megawatt-Kraftwerk hätte mit polnischer Steinkohle befeuert werden sollenund war als Ersatz für das Kraftwerk Klingenberg gedacht. Damit beugt sich der schwedische Energieriese den Protesten aus Politik und Bevölkerung. Nun soll geprüft werden, ob stattdessen ein Gaskraftwerk sinnvoll ist.

Mit dem Aus für diese Pläne braucht Berlin nun aber ein neues Energiekonzept. Da man besonders hier Wert auf die Vorreiterrolle in Sachen Umweltschutz legt, müsste die Hauptstadt künftig auf Atomstrom und CO2-Schleudern verzichten. Das würde bedeuten, dass in zahlreichen Haushalten erst einmal die Voraussetzungen für moderne Heizanlagen geschaffen und Flächen für Solaranlagen angeboten werden müssten.

Während sich in Berlin die Gemüter noch erhitzen, hat der Vattenfall-Konkurrent EnBW einen neuen Markt entdeckt: die Türkei. Der konzern will hier in die erneuerbaren ENergien investieren und hat sich dafür mit der türkischen Borusan Holding zusammengeschlossen. Im ersten Schritt soll in den nächsten drei bis vier Jahren gemeinsam eine Milliarde Euro investiert werden, so Konzernchef Hans-Peter Villis. Die Gründung soll im April vollzogen werden. Experten prognostizieren für den türkischen Strommarkt Zuwachsraten von durchschnittlich acht Prozent.