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Obwohl sich die Preise an der Leipziger Energiebörse seit Mitte vergangenen Jahres mehr als halbiert haben, erhöhen ab April noch einmal 42 Stromversorger ihre Preise. Sie begründen dies mit langfristigen Bezugsverträgen. RWE-Vorstandschef Jürgen Großmann hatte erst kürzlich erklärt, dass mit sinkenden Strompreisen frühestens 2010 zu rechnen sei, weil die RWE-Regionalgesellschaften ihren Strom lange im Voraus zu den damaligen höheren Preisen eingekauft hätten. Diese Preise würde man nun an den Kunden weiterreichen. RWE hebt bei seinen regionalen Versorgern die Preise um durchschnittlich sieben Prozent an. Schon im Februar hatten die E.ON-Regionalgesellschaften ihre Preise um rund neun Prozent erhöht. EnBW garantiert bis immerhin Juni seine Preise, Vattenfall sogar bis Jahresende. An der Leipziger Energiebörse (EEX) kostet eine Megawattstunde zur Lieferung 2010 etwa 40 Euro. Vergangenen Juli waren es noch mehr als 90 Euro.
Matthias von Maltzahn, Sprecher des vebraucherportals Get AG, führte hierzu gegenüber der Wirtschaftszeitung €uro am Sonntag aus, dass die Erhöhung für den Durchschnittsverbrauch eines Vier-Personen-Haushaltes mit 4000 Kilowattstunden eine Mehrbelastung von 7,9 Prozent oder 68,70 Euro bedeute. Allein die Lübecker Stadtwerke haben angekündigt, ihren Grundversorgungstarif zum April um knapp zwei Prozent zu senken. Laut von Maltzahn immerhin eine jährliche Entlastung von 19,20 Euro.
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In Groß Pankow, einer kleinen Gemeinde in der Prignitz in Brandenburg, wird es demnächst nachts auf den Straßen wohl dunkel bleiben. Zwischen 23 und 5 Uhr werden die Straßenlaternen nur noch auf Nachfrage per Handy eingeschaltet. Dafür bekommen die Anwohner eine festgelegte Nummer, die anrufen müssen, um die Laternen in einem Ortsteil für eine bestimmte Zeit zum Leuchten zu bringen.
Die Brandenburger sind nicht die Einzigen, die dieses Verfahren testen. Immer mehr Kommunen hoffen auf diese Weise Energiekosten sparen zu können. Mit einer meist kostenlosen Registrierung der Bürger kann durch Rückverfolgung der Anrufe Missbrauch verhindert werden. In den meisten Testgemeinden ist dieser Service für die Anwohner gratis, manche bitten aber auch zur Kasse und lassen sich entweder gleich den verbrauchten Strom, mindestens aber die SMS zur Anschaltung bezahlen.
Mit einer Einsparmöglichkeit von bis zu 18.750 Euro pro Jahr steht das Projekt in Groß Pankow den Installationskosten der neuen Technik in Höhe von 600 bis 700 Euro pro Ortsteil gegenüber. Diesen Donnerstag soll über die Installation entschieden werden.
Mit einer gemeinsam abgegebenen Mitteilung wollten Vattenfall und Nuon wohl die Wogen glätte. Die Unternehmen wollen “ihre Kräfte bündeln” um “ein führendes europäisches Energieunternehmen zu gründen”. Obwohl Vattenfall die Fähigkeiten von Nuon über den grünen Klee lobt und es nach außen so aussieht, als würden sich zwei Gleichwertige zusammentun und trotz aller Beteuerungen, es werde sich nichts ändern, befürchten Verbraucherschützer in Deutschland massive Preiserhöhungen.
In der Tat sieht es so aus, als würden mit dem Zusammenschluss von Vattenfall und Nuon die Marken “Lekker Strom” und “Wakker Gas” vom deutschen Markt verschwinden. Denn in der Erklärung ist zwar die Rede davon, dass Nuon in den Benelux-Ländern noch unter dem alten Namen auftreten wird, von Deutschland ist jedoch keine Rede.
Mit Nuon war den großen Konzernen Eon, RWE, EnBW und Vattenfall erstmals ein ernstzunehmender Konkurrent entgegen getreten. Der Zusammenschluss ausgerechnet mit einem der vier Großen beunruhigt Verbraucherschützer. Jeder Zusammenschluss dämpfe den den Wettbewerb, so Aribert Peters vom Bund der Energieverbraucher, und das berge immer die Gefahr steigender Preise. Daher fordert er einen Eingriff des Kartellamtes. Dieses war jedoch wegen des Rosenmontags nicht erreichbar für Stellungnahmen.
Die meisten der rund 300.000 Kunden von Nuon in Deutschland, davon 270.000 bei Strom und 30.000 bei Gas, waren vorher bei Vattenfall und haben sich bewusst für den Anbieterwechsel entschieden, auch wegen der Zwischenfälle in den Atomkraftwerken von Vattenfall in Brunsbüttel und Krümmel. Diese Kunden müssten nun zwangsläufig wieder zurück zu Vattenfall oder wieder den Anbieter wechseln. In Berlin hat Nuon sogar einen Marktanteil von zehn Prozent, in Hamburg sind es fünf Prozent - eine beachtliche Zahl für ein junges Unternehmen.
Eine offizielle Bestätigung des Endes von Nuon Deutschland gibt es bislang nicht. Dafür die Versicherung, dass alle Produkte bestehen bleiben werden und das “vorerst auch unter dem Namen Nuon”. Auch die Preise und Tarife sollen nicht geändert werden.
Auch beim Bundesverband neuer Energieanbieter (bne), der Nuon vertritt, ist man besorgt. Eine Sprecherin sagte, dass Nuon einer der großen Vorreiter für den Wettbewerb in Deutschland gewesen wäre. Weiter führte sie aus, dass ohne den Eintritt von Nuon in den deutschen Markt kein Wettbewerb für Privatkunden möglich gewesen wäre. Ob Nuon unter den neuen Voraussetzungen überhaupt noch weiter Mitglied im bne bleiben könne, sei ebenfalls noch unklar. Mit der Übernahme hätte das Unternehmen sozusagen die Seiten gewechselt und gehöre jetzt zu den etablierten Konzernen.
Wie das Regierungspräsidium mitteilen ließ, wurde beim Bau auch an den Gewässerschutz im Main gedacht. Darum wird ein kleiner Bachlauf am Kraftwerk vorbei gelegt werden. Hier können dann die Fische - zumeist Lachse und Aale - den Fluss hinauf schwimmen. Das Werk selbst beitet ebenfalls Durchlässe für die Fische, um sie so vor den Turbinen zu schützen, sagt Thomas Zimmermann vom Regierungspräsidium.
“Besonders umweltfreundlich” - Dieses Prädikat gab auch Kurt Schefczik vom Regierungspräsidium dem Bau des Kraftwerks bei Hochheim und Kostheim. Durch die bereits vorhandene Staustufe sei der Fluss schon gestaut gewesen und so kein komplett neuer Eingriff in den Fluss nötig gewesen. Zurzeit werden landesweit etwa 600 - meist kleinere - Wasserkraftwerke betrieben. 19 Großanlagen erbringen mehr als 86 Prozent der Leistung. Die neue Anlage in Hessen wird laut Zimmermann zu den zehn Größten gehören.
Am Dienstag, den 17. März lädt das regierungspräsidium zum Besuch der Großbaustelle ein. Der Treffpunkt ist um 14 Uhr an der Staustufe. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, wird um Anmeldung unter 06151-125659 gebeten.
Der Weltkonzern Google hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit gutem Beispiel voran zu gehen und Nachhaltigkeit zu leben. Dafür hat er bereits einige Projekte ins Leben gerufen, unter anderem werden auch Solaranlagen von Google betrieben. In einem aktuellen Projekt arbeitet das Unternehmen daran, ein Programm zu entwickeln, mit dem man seinen Stromverbrauch jederzeit abrufen kann.
Mit Hilfe dieses Programmes kann der Nutzer auf dem Monitor immer seinen aktuellen Zählerstand checken. Doch nicht nur das, auch der momentane Stromverbauch ist ebenso sichtbar wie der Verbrauch der vergangenen Wochen und Monate. Aus diesen Daten kann man dann Statistiken erstellen und genau herausfinden, welches Gerät für den jeweiligen Stromverbrauch verantwortlich war. Das neue Werkzeug erstellt sogar Spar-Tipps. Der Datenschutz ist gewährleistet, denn die Daten sind privat und können nur auf Wunsch des Kunden mit anderen geteilt werden.
Momentan befindet sich das Projekt im geschlossenen Teststadium. Um die Daten generieren zu können, muss der Stromlieferant ein sogenanntes “smart meter” im jeweiligen Haushalt anschließen. Der Benutzer verbindet dieses dann mit seinem Google-Konto. In den Usa laufen bereits erste Verhandlungen mit großen Energielieferanten zusammen, um die Geräte später an die Haushalte liefern zu können.
Nachdem die Energiekosten in den letzten Jahren eigentlich immer nur eine Richtung kannten - aufwärts - scheint sich nun eine Trendwende in der Preisentwicklung abzuzeichnen.
Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung beim Bundesverband der Energie und Wasserwirtschaft (BDEW), erwartet noch in diesem Jahr sinkende Energiekosten für die Endverbraucher. Der Rheinischen Post sagte sie: “Bleibt die Beschaffung so günstig wie zuletzt, könnten die Strompreise ab dem Jahresende sinken.”
Fast zeitgleich verkündete der Energiekonzern E.on, ein Sparprogramm aufzulegen. Auswirkungen auf die Beschäftigung seien nicht auszuschließen. In einzelnen Bereichen könne es in begrenztem Umfang zu Entlassungen kommen. Das Programm soll Einsparungen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro bis zum Jahr 2011 bringen. Dabei gehe es unter anderem um Maßnahmen in den Bereichen Einkauf, IT- und Infrastruktur sowie Vertrieb.
Ab März wird der Block A des Atomkraftwerkes Biblis in Südhessen für rund drei Monate keinen Strom liefern. Bereits Ende Januar war Block B wegen einer Revision vom Netz genommen worden. Die Revision des Blockes A wir voraussichtlich bis September dauern.
Die Revisionen in Biblis werden rund 200 Millionen Euro kosten, davon gehen etwa 130 Millionen Euro in Modernisierung und Sicherheitstechnik. Eigentlich sollte Block A im Zuge des Atomausstiegsgesetzes schon im vergangenen Jahr komplett abgeschaltet werden. Der Block verfügt zurzeit über eine Reststrommenge bis 2010 und könnte bei Bedarf auch noch länger betrieben werden.
Dies hängt von der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes ab, bei dem der Betreiber von Biblis, RWE, ein Verfahren eingeleitet hatte. Sollte die Entscheidung positiv ausfallen, könnten die beiden Meiler in Biblis sogar bis 2013 weiterlaufen. Bis zu den Gerichtsentscheidungen wird der Betrieb der Meiler sichergestellt.